2026-04-02
Gemma 4 ist da, jetzt unter Apache 2.0

Die Lizenz ist die Nachricht
Am 2. April 2026 hat Google Gemma 4 veröffentlicht, und die Schlagzeile ist kein Benchmark. Es ist die Lizenz. Gemma 4 erscheint unter Apache 2.0 und löst damit die maßgeschneiderten „Gemma Terms of Use" ab, die alle früheren Versionen regelten. Für alle, die das Modell, das sie betreiben, wirklich besitzen wollen, wiegt diese eine Änderung schwerer als jede Bestenliste.
Warum die Lizenz die Geschichte ist
Frühere Gemma-Versionen waren zwar offene Modelle, aber sie kamen mit Auflagen: eine eigene Lizenz mit Nutzungsbeschränkungen, die Google jederzeit anpassen konnte, plus eine Acceptable-Use-Policy, die man weiterreichen musste. Apache 2.0 kappt diese Fäden. Es ist eine permissive, seit Jahrzehnten erprobte Open-Source-Lizenz: keine Einschränkung des Einsatzbereichs, keine modellspezifischen Klauseln, kommerzielle Nutzung ausdrücklich erlaubt.
Du kannst das Modell feinabstimmen, weitergeben, in ein Produkt einbetten und auf einer air-gapped Maschine betreiben, die nie nach Hause telefoniert. Und niemand kann die Bedingungen im Nachhinein zu deinen Lasten umschreiben. Genau das ist die stille Revolution: eine Gewichtsdatei unter Apache 2.0 ist etwas, das du besitzt, kein Dienst, zu dem man dir Zugang lizenziert.
Was du tatsächlich bekommst
Gemma 4 ist kein Trostpreis-Modell. Die Familie reicht von:
- E2B / E4B: kompakte Edge-Varianten für Smartphones und Notebooks.
- 26B MoE: ein Mixture-of-Experts-Modell mit etwa 3,8 Mrd. aktiven Parametern, das deutlich über seiner Rechenkosten-Klasse spielt.
- 31B Dense: das Schwergewicht für ernsthaftes lokales Reasoning.
Quer durch die Reihe: 128K–256K Kontextfenster und native Multimodalität. Bild und Video als Eingabe, dazu Audioverständnis auf den Edge-Varianten E2B/E4B. Alles läuft offline auf handelsüblichen GPUs und auf Apple Silicon. Kein API-Key, kein Token-Zähler, keine Anfrage, die dein Netzwerk verlässt.
Was sich damit bestätigt
Vor einem Jahr bedeutete „lokal betreiben" noch einen spürbaren Qualitätsabschlag. Für die Arbeit, die die meisten Teams tatsächlich erledigen, ist diese Lücke geschlossen. Bei fundierter, dokumentbezogener Fragebeantwortung ist ein sauber bereitgestelltes Gemma 4 auf eigener Hardware nicht mehr die Kompromisslösung. Es ist die naheliegende Standardwahl. Der Engpass war schon länger nicht mehr die Modellgröße, sondern die Qualität des Retrievals und wie sauber du dem Modell seinen Kontext lieferst.
Sehen wir genau hin, was sich geändert hat. Die Gewichte waren schon vorher herunterladbar; was Apache 2.0 entfernt, ist die Erlaubnisschicht darüber. Vorher hatte „offen" ein Sternchen: eine Lizenz, die ein Anbieter schrieb und ändern konnte. Jetzt ist das Sternchen weg. Du brauchst niemandes Segen mehr, um ein State-of-the-Art-Modell auf eine Maschine in einem abgeschlossenen Raum zu legen und es dort zu lassen.
Für ein reguliertes Team ist genau dieser Unterschied entscheidend. Eine eigene Lizenz mit änderbaren Nutzungsbedingungen ist eine Abhängigkeit, die du nicht vollständig prüfen kannst, weil sich ihre Bedeutung verschieben lässt. Eine Standard-Open-Source-Lizenz ist eine bekannte Größe: dieselbe, die schon die halbe Infrastruktur trägt, der du ohnehin vertraust. Souveränität ist eben nicht nur, wo die Bytes liegen, sondern auch, ob die Regeln darüber sich ohne dich ändern können.
Das ist das Fundament, auf dem pdf2okf aufbaut. Wir wollen nicht, dass du ein Modell durch fremde Nutzungsbedingungen mietest. Wir wollen, dass dir das Modell, die Hardware und die Antwort gehören. Gemma 4 unter Apache 2.0 ist genau die Art Modell, gegen die pdf2okf lokal arbeitet, oder auf das du es mit deinem eigenen Schlüssel zeigst. Besitze dein Modell. Es ist das erste von drei Dingen, die es zu besitzen lohnt: das Format für dein Wissen und der Stack, auf dem du baust, sind die anderen beiden.